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Villa Luce

Das erste Wohnheim der Lebenshilfe

Nahe am Ortskern von Eschborn steht die denkmalgeschützte Villa Luce - um1900 als Fabrikantendomizil erbaut - mit ihrem unverwechselbaren Flair, mit offenemKamin und Balustrade in der einladenden Eingangshalle, Fußböden aus Eichenparkett, Wintergarten und Terrassen zu dem weitläufigen Park mit altem Baumbestand. Bereits 1978 wurde in diesem außergewöhnlichen Ambiente das erste Wohnhaus der Lebenshilfe eingerichtet, die lange Geschichte des beeindruckenden Gebäudes wurde um eine neue lange Etappe erweitert.

 

Wir bieten Beständigkeit für alle

Von den ersten Bewohnerinnen und Bewohnern wohnen auch heute noch viele hier, denn Beständigkeit ist eine Maxime der Einrichtung. Auch nach der aktiven Arbeitszeit kann man so lange wohnen bleiben, wie es gefällt und die räumlichen Gegebenheiten mit Pflegebad und kleinem Aufzug es zulassen. Mittlerweile gibt es einige Rentnerinnen und Rentner, die ihren Ruhestand genießen, sich aber auch an den tagesstrukturierenden Angeboten der Nachbareinrichtung - Haus Trappen - beteiligen. Alle anderen Bewohnerinnen und Bewohner fahren an den Werktagen zur Arbeit in die nahe liegenden Werkstätten für Menschenmit Behinderung.

 

Bei uns lebt man eigenständig, selbstbestimmt und familiär

Gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um alle Belange des täglichen Lebens der hier wohnenden Menschen mit Behinderung. Zwanzig Bewohnerinnen und Bewohner jeden Alters mit unterschiedlichem Hilfebedarf wohnen auf drei Etagen, um ein möglichst eigenständiges und selbstbestimmtes Leben in kleinen Wohngruppen zu führen. Die Villa Luce bietet ihnen dafür ein neues Zuhause, in dem es genügend Raum für Individualität gibt, aber auch neue Freundschaften geschlossen werden können.


Der Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner sieht fast genauso aus wie in einer Familie oder Wohngemeinschaft, nur ist die Familie in diesem Fall ein wenig größer. Nach der Arbeit muss auch bei uns gekocht, eingekauft, aufgeräumt oder die Betten bezogen werden und jeder hilft so gut er kann. Die Betreuerinnen und Betreuer bieten ihre Unterstützung an, begleiten oder beraten bei schwerwiegenden Problemen ebenso wie bei den profanen Dingen des Lebens wie Arztbesuche, Pflegearbeiten oder das Organisieren von Festen und Geburtstagsfeiern.
 

 

Die Nähe zur Gemeinde nutzen wir für Einkäufe, Theater- und Café-Besuche sowie für intensive Kontakte zu Vereinen, Kirchen und anderen örtlichen Einrichtungen. Es gibt gemeinsame Projekte mit Kindergruppen aus Schulen und Kindergärten, Kunst- und Theaterworkshops mit Einrichtungen in Eschborn und mit den französischen und portugiesischen Partnerstädten.

 

 

Unsere interessanten Freizeitangebote sind für alle offen

Wir bieten ein vielfältiges Angebot zur Freizeitgestaltung im Haus, das von allen bei Interesse genutzt werden kann:

 

  • Im Kunstforum Sommerwerkstatt trifft sich seit nunmehr 16 Jahren eine Gruppe ambitionierter Bewohnerinnen und Bewohner unter fachlicher Anleitung regelmäßig zum künstlerischen Gestalten. Sie malen, arbeiten mit Specksteinen und Gasbeton und stellen viele andere Werke her. Unzählige Ausstellungen in Eschborn und Umgebung, sowie den Partnerstädten Montgeron und Pòvoa de Varzim zeugen vom Ideenreichtum der Künstlerinnen und Künstler. Schon bei einem frühen Projekt konnten wir uns durch mehrere Stelen, die in Bronze gegossen wurden, in der Eschborner Skulpturenachse verewigen. Mehr über das Kunstforum erfahren Sie hier.

 

 

  • Zur musikalischen Förderung versammeln wir uns im Wohnzimmer, wo wir mit Gitarrenbegleitung singen. Außerdem hat sich eine Trommelgruppe gebildet, die unter professioneller Anleitung in der großen Halle übt. Es gab schon Auftritte in der Öffentlichkeit, zum Beispiel beim Eschenfest in Eschborn.

 

  • Zwei Schwimmgruppen gehen abwechselnd montags ins Hallenbad. Die DLRG unterstützt jedeneinzelnen unserer Sportlerinnen und Sportler in seinem Bestreben, schwimmen zu lernen oder noch besser zu werden, denn einige können bereits ganz gut schwimmen.

 

  • Turnen und Gymnastik: Mittwochs wird geturnt, ein eigener Raum im Keller ist mit verschiedenen Geräten ausgestattet. Es gibt Rhythmik, Gymnastik oder Entspannungsübungen und manche schauen einfach nur zu.

 

  • In einem großen Projekt haben wir einen Sinnesgarten in einem Teil des Parks errichtet. Auch dabei fanden wir Unterstützerinnen und Unterstützer in der Gemeinde Eschborn. Die Damen des Lions-Club gestalteten unter therapeutischen Gesichtspunkten ein großes Beet, für das sie sich auch weiterhin verantwortlich zeigen. Eschborner Pfadfinder setzten den alten Teichinstand, stellten Spielgeräte auf, bauten ein Spielfeld und ein unterirdisches Flüsterrohr. Sie wirkten miteiner großen Kinder- und Jugendschar und treffen sich auch weiterhin an dem neu angelegten Grillplatz, der auch von anderen Eschborner Gruppen genutzt wird. Jeden Samstagmorgen ziehen Bewohner mit einer Betreuerin samt Hausmeister nach draußen, um zu rechen, schneiden oder zu pflanzen, aber natürlich auch - je nachSaison - um kleine Früchte zu kosten und die verschiedensten Düfte zu testen. So fördern wir die Eigeninitiative und halten unsere Kontakte zu den Menschen in unserem Lebensumfeld aufrecht, bei gemeinsamer Arbeit und dem Kaffeeklatsch danach.

 

  • Natürlich geht jeder auch seinen ganz persönlichen Neigungen und Hobbys nach, hat eine Musikanlage oder einen Fernsehapparat oder wirmachen Spaziergänge in der schönen Umgebung. Wir fahren auch in Urlaub,in kleinen Grüppchen bereisten wir schon schöne Ferienregionen oder die Partnerstädte von Eschborn, aber ebenso gerne besuchen wir den Bauernhof Hammermühle im Westerwald. Dort kennen wir die Betreiber ebenso wie die Hunde Lissy und Babsi und die vielen Katzen, Pferde und Kühe. Natürlich fahren wir auch mit dem Traktor durch die Gegend, dann genießen wir einfach nur die Ruhe auf dem Land, um dann später vielleicht noch im Rahmen eines Workshops die Scheune anzumalen.

 

 

Text: Edgar Welsch, Leiter der Villa Luce bis Juni 2016

 

 

 

 

 



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